Jîyana Nû - Neues Leben http://jiyananu.blogsport.de Solidarität macht Schule Tue, 16 Oct 2018 18:56:50 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Inmitten von Ausgrenzung, Verfolgung und Krieg: Bildung für eine demokratische, vielfältige Gesellschaft Lehrer*innen berichten über ihre Delegationsreise nach Rojava / Nordsyrien http://jiyananu.blogsport.de/2018/08/23/inmitten-von-ausgrenzung-verfolgung-und-krieg-bildung-fuer-eine-demokratische-vielfaeltige-gesellschaft-lehrerinnen-berichten-ueber-ihre-delegationsreise-nach-rojava-nordsyrien/ http://jiyananu.blogsport.de/2018/08/23/inmitten-von-ausgrenzung-verfolgung-und-krieg-bildung-fuer-eine-demokratische-vielfaeltige-gesellschaft-lehrerinnen-berichten-ueber-ihre-delegationsreise-nach-rojava-nordsyrien/#comments Thu, 23 Aug 2018 18:55:29 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Projektnews http://jiyananu.blogsport.de/2018/08/23/inmitten-von-ausgrenzung-verfolgung-und-krieg-bildung-fuer-eine-demokratische-vielfaeltige-gesellschaft-lehrerinnen-berichten-ueber-ihre-delegationsreise-nach-rojava-nordsyrien/ Eine Delegation von Lehrer*innen, Mitglieder der Bildungsgewerkschaft GEW, besuchte im Mai 2018 verschiedene Orte in Rojava/Nordsyrien, unter ihnen Vertreter*innen des Oldenburger Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekts mit Kobanê. Sie führten Gespräche mit Einrichtungen des Bildungswesens und der Selbstverwaltung sowie mit Kolleg*innen an den Schulen.
„Der Aufbau des Bildungswesens in der Föderation ist beeindruckend. In den letzten Jahren wurden große Anstrengungen für den Wiederaufbau der Schulgebäude unternommen, um den Schüler*ìnnen eine Fortsetzung des Schulbesuchs zu ermöglichen. Dort wird Bildung mit einer grundlegend neuen Ausrichtung vermittelt, auf der Grundlage der Gleichwertigkeit, mit einer friedlichen, demokratischen, geschlechtergerechten und ökologischen Perspektive. Bei den Besuchen in mehreren Schulen konnten wir uns davon überzeugen, wie weit eine Ablösung des früheren autoritär ausgerichteten und nationalistisch-diskriminierenden Schulsystems bereits fortgeschritten ist. Besonders beeindruckt hat dabei die starke, selbstbewusste Rolle der Frauen. Dieser Aufbau braucht die Unterstützung der Kolleg*innen, hier werden Fluchtursachen beseitigt,“ formulieren die Oldenburger Lehrer*innen.
Mit zahlreichen Fotos und Erlebnissen berichteten Christian Katz und Birgit Zwikirsch über ihre Reise nach Rojava / Nordsyrien (am 20. und 22.8.2018).

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Zukunftspreis 2018 für „Jiyana Nu – neues Leben“ http://jiyananu.blogsport.de/2018/05/27/zukunftspreis-2018-fuer-jiyana-nu-neues-leben/ http://jiyananu.blogsport.de/2018/05/27/zukunftspreis-2018-fuer-jiyana-nu-neues-leben/#comments Sun, 27 May 2018 09:55:14 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Projektnews http://jiyananu.blogsport.de/2018/05/27/zukunftspreis-2018-fuer-jiyana-nu-neues-leben/ Urkunde
In einer feierlichen Veranstaltung wurde am Freitag, 18.05.2018 im PFL das gemeinsame Projekt der OBS Eversten und der Helene-Lange Schule „Jiyana nû – Neues Leben – Solidarität macht Schule“, ein Bildungs- und Schulpartnerschaftsprojekt mit Nordsyrien/Rojava mit dem von Werkstatt Zukunft ausgeschriebenen Oldenburger Zukunftspreis 2018 ausgezeichnet.
Die Jury der “Werkstatt Zukunft”, die mit dem Oldenburger Zukunftspreis vorbildliche Projekte von Schulen in Oldenburg und den Landkreisen Ammerland, Oldenburg und Wesermarsch auszeichnet, würdigt damit das Engagement der Schülerinnen und Schüler, die sich über mehrere Jahre mit der Situation in Rojava (Syrien) und dem Wiederaufbau von zwei Schulen beschäftigt haben. Allein durch die bisher drei durchgeführten Spendenläufe der beiden Schulen konnten bislang etwa 63 000 € an die syrischen Partnerschulen übergeben werden.
Zukunfspreis
Im Rahmen der Veranstaltung erläuterten die Schülerinnen und Schüler der AG “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” beider Schulen ihre bisherigen Schritte und Aktionen ihres Engagements, von der ersten Kleiderspendenaktion für yezidische Flüchtlinge 2014 bis hin zur Vereinbarung einer Schulpartnerschaft 2017.
Christian Katz (ehem. Lehrkraft der HLS) würdigte die Arbeit der Schülerinnen und Schüler und hob hervor, dass diese Initiative wohl die einzige in Europa ist, in der sich Schülergruppen selbstständig engagieren, damit Schüler in einem anderen Teil der Welt zur Schule gehen können.
Die beiden Vertreter der Schulleitungen, Herr Denker (stellvertr. Schulleiter der OBS Eversten) und Frau Sczesny (didaktische Leiterin der HLS) bedankten sich bei allen Lehrkräften – insbesondere den beiden Leitern der AG “Schule ohne Rassismus” Birgit Zwikirsch (OBS Eversten) und Christian Katz (HLS)-, die dieses Projekt zu jeder Zeit voll unterstützt haben. Sie betonten, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel für die Schulen in Kobane, sondern auch innerhalb ihrer eigenen Schulen viel bewirkt haben.
Zukunft
Nachdem es im September 2017 aus bürokratischen Gründen nicht möglich war, dass Vertreter der syrischen Schulen nach Deutschland kommen durften, obwohl auch eine offizielle Einladung eines Bundestagsabgeordneten vorlag, reisen am Samstag, 19.05.2018 Herr Katz und Frau Zwikirsch mit einer Kollegin aus München nach Kobane und in die Region Royava. Sie werden dann das erste Mal persönlich mit den syrischen Lehrkräften zusammentreffen und sicherlich viele Eindrücke und Erfahrungen über die derzeitige Lage in Kobane mit nach Oldenburg bringen. Im Gepäck haben sie Grußworte der beiden Schulleitungen, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des Oldenburger Oberbürgermeisters Jürgen Krogmann.

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Ein notwendiger Tropfen auf den heißen Stein in Kobanê http://jiyananu.blogsport.de/2018/04/23/ein-notwendiger-tropfen-auf-den-heissen-stein-in-kobane/ http://jiyananu.blogsport.de/2018/04/23/ein-notwendiger-tropfen-auf-den-heissen-stein-in-kobane/#comments Mon, 23 Apr 2018 09:50:04 +0000 Administrator Allgemein Projektnews http://jiyananu.blogsport.de/2018/04/23/ein-notwendiger-tropfen-auf-den-heissen-stein-in-kobane/ Oldenburger Schulen übergeben 25.000 Euro für den Wiederaufbau der Schulen

Am 31.März haben die beiden Schulleiterinnen der Oberschule Eversten und der Helene-Lange-Schule sowie Vertreter*innen der Arbeitsgruppen „Schule ohne Rassismus“ den beim letzten Spendenlauf im September erlaufenen, beeindruckenden Betrag von 25 000 Euro an Herrn Dr. Masoud Hasan, Vertreter der Demokratischen Föderation Nordsyrien/Rojava in Deutschland, übergeben.

OBSE-Spendenuebergabe
Spendenübergabe an der OBSE

Ein erfreulicher Moment, sollte man meinen, angesichts der Tatsachen, dass an dem 3. Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê/Nordsyrien durch die zusätzliche Beteiligung des 7. Jahrgangs der IGS Flötenteich inzwischen 1600 Schüler*innen teilgenommen hatten und dass alle mithilfe ihrer Eltern, Verwandten, Nachbarn und Freund*innen einen so großen Spendenbetrag zusammen getragen hatten. Doch ein wenig wirkte die Freude wie ein Tropfen auf den heißen Stein, denn weder die Situation in Kobanê noch die Umstände der Spendenübergabe entsprachen der ursprünglichen Vorstellung der Organisator*innen noch vor wenigen Wochen.

Während der Osterferien – so die Planung -sollte das Spendengeld im Rahmen einer überregional organisierten Delegationsreise nach Nordsyrien/Rojava von den betreuenden Lehrkräften des Oldenburger Schulprojekts direkt an die Bildungsverantwortlichen in Kobanê übergeben werden. Es sollten Besuche in den beiden Partnerschulen vor Ort sowie Gespräche über die Verwendung des aktuell gesammelten Geldes stattfinden. Über eine Internet-Übertragung sollten die Schüler*innen in Oldenburg sowie die Öffentlichkeit direkt an der Spendenübergabe teilhaben können.

Mitten in die Vorbereitungen der Reise fiel jedoch der schon seit längerem angedrohte und von den Menschen in Nordsyrien/Rojava befürchtete Angriff der türkischen Armee und der mit ihr verbündeten Milizen auf die Region Afrin, die ebenso wie Kobanê Teil der Selbstverwaltungsregion Nordsyrien/Rojava ist. Erklärtes Ziel der Invasion war und ist nach Aussagen des türkischen Präsidenten Erdogan die „Säuberung“ des gesamten, mehrheitlich kurdisch besiedelten Gebietes an der Grenze zur Türkei , in dem seit 2012 das Projekt einer demokratischen Selbstverwaltung auf der Basis von ethnischer und religiöser Vielfalt sowie von Geschlechtergerechtigkeit aufgebaut wird. Mehrere Hunderttausend Menschen wurden aus der Region Afrîn evakuiert, und auch Kobanê übernahm, bei allen noch immer selbst zu bewältigenden Aufgaben und bei allen Sorgen um die eigene Bedrohung, Verantwortung für die Versorgung der Geflüchteten in den eingerichteten Camps und in der Stadt.

An eine Delegationsreise von Lehrer*innen aus Deutschland war in dieser Situation nicht zu denken. So mussten die Geldübergabe und die Gespräche in Kobanê ausfallen, genauso wie schon der Besuch der Lehrer*innen aus Kobanê beim Spendenlauf in Oldenburg ausgefallen war, weil diese von der Deutschen Botschaft in Beirut kein Einreisevisum erhalten hatten.

Dennoch waren sich alle Beteiligten einig, dass das Spendengeld gerade in dieser aktuellen Situation möglichst bald übergeben werden sollte, um den Kindern und Jugendlichen vor Ort, trotz der zusätzlichen Belastungen durch die Nothilfe für die Geflüchteten aus Afrin, ihr Recht auf Bildung und Entwicklung gewähren zu können. So sollte das Geld aus dem Spendenlauf die kontinuierliche Fortsetzung des Wiederaufbaus der Schulen in Kobanê unterstützen.

HLS-Spendenuebergabe
Spendenübergabe an der HLS

Nach einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Vertreter der Föderation Nordsyrien, Herrn Dr. Masoud Hasan, wurden kurzfristig zwei Termine für die Übergabe der Spenden an der Oberschule Eversten und an der Helene-Lange-Schule vereinbart, an denen Schüler*innen und Lehrkräfte der Projektgruppen der beiden Schulen sowie die jeweiligen Schulleitungen, Frau Steffen und Frau Helmerichs teilnahmen. Herr Hasan berichtete ausführlich über die aktuelle Lage in Nordsyrien und beantwortete viele Fragen der interessierten Anwesenden. Im Namen der Schüler*innen und Lehrkräfte aus Kobanê bedankte er sich sehr herzlich für das kontinuierliche Engagement der Oldenburger Schulen, das für die Menschen vor Ort eine große moralische Unterstützung darstelle, und für den besonders großen Spendenbetrag.

Bereits wenige Tage später erhielten die Schulen zahlreiche aktuelle Fotos aus den jeweiligen Partnerschulen in Kobanê und Girê Spî, die das Bemühen verdeutlichen, den Kindern und Jugendlichen vor Ort auch unter schwierigen Bedingungen Bildung und Entwicklung zu ermöglichen. Ebenso wollen sich auch die Schulen in Oldenburg bemühen, die Unterstützung des Wiederaufbaus der Schulen in Nordsyrien fortzusetzen, und sie halten auch weiterhin an der Idee eines persönlichen Austauschs mit den Kolleg*innen der Partnerschulen fest, den sie so bald wie möglich realisieren möchten. Zur Fortsetzung der Spendensammlung findet im Herbst in Kooperation mit der Musikschule Oldenburg ein Benefizkonzert in der Oberschule Eversten statt.

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25000 Euro für Kobanê – ein großer Erfolg http://jiyananu.blogsport.de/2017/11/15/25000-euro-fuer-kobane-ein-grosser-erfolg/ http://jiyananu.blogsport.de/2017/11/15/25000-euro-fuer-kobane-ein-grosser-erfolg/#comments Wed, 15 Nov 2017 09:43:34 +0000 Administrator Allgemein Spendenstand http://jiyananu.blogsport.de/2017/11/15/25000-euro-fuer-kobane-ein-grosser-erfolg/ Für die große Beteiligung und Unterstützung, den tollen Einsatz beim Lauf und die Mitarbeit in der Vorbereitung und Durchführung allen beteiligten Schüler*innen, Lehrer*innen, der Schulleitung, den Eltern, Sponsoren und allen weiteren Unterstützer*innen ein großes Dankeschön.

Der 3. Spendenlauf der Helene – Lange-Schule und der am 5. September 2017 für den Wiederaufbau von Schulen in Nordsyrien/Rojava war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr freut uns besonders, dass wir 180 Schüler*innen der IGS Flötenteich begrüßen durften, sodass insgesamt fast 1600 Schüler*innen starteten.

Die NWZ berichtete am 8.11.2017 in einem ausführlichen Artikel. Es gibt auch noch einen Link zu einem Filmbericht von O-eins Lokalfenster: http://www.oeins.de/mediathek/rubriken/ (Lokalfenster vom 8.9.2017, Ausschnitt von 08:23-12:05 Minuten)

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3. Spendenlauf für Jîyana Nû http://jiyananu.blogsport.de/2017/10/02/3-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/ http://jiyananu.blogsport.de/2017/10/02/3-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/#comments Mon, 02 Oct 2017 16:48:43 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen Projektnews http://jiyananu.blogsport.de/2017/10/02/3-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/ Der 3. Spendenlauf der Helene -Lange-Schule und der Oberschule Eversten am 5. September 2017 für den Wiederaufbau von Schulen in Nordsyrien/Rojava war wieder ein großer Erfolg. In diesem Jahr freut uns besonders, dass wir 180 Schüler*innen der IGS Flötenteich begrüßen durften, sodass insgesamt fast 1600 Schüler*innen starteten.

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Die Bereitschaft der Schüler*innen durch den Lauf einen großen Beitrag für den Wiederaufbau von Schulen in Kobanê zu leisten war groß und alle gingen mit Begeisterung an den Start. In diesem Jahr wurde der Lauf zusätzlich durch einen Kuchenverkauf, ein Begleitprogramm des Musikbereichs der Helene-Lange-Schule sowie eine Musikklasse der IGS Flötenteich unterstützt. Auch die Stadt Oldenburg wurde durch einen Redebeitrag unserer Bürgermeisterin Frau Wolf vertreten.

Leider war der Tag durch eine traurige Nachricht getrübt: Eine Gruppe von Lehrkräften aus Kobanê konnte nicht nach Deutschland einreisen und dadurch nicht wie geplant am Spendenlauf teilnehmen, sodass kein Austausch zwischen unseren Schüler*innen und den Lehrkräften aus Kobanê stattfinden konnte.

Die Lehrkräfte aus Nordsyrien warteten über zwei Wochen in Beirut auf ihre Visa und erhielten trotz der Vorlage aller erforderlichen Unterlagen, trotz der Einladung und umfangreicher Bemühungen von Herrn Meiwald (MdB für OL) und trotz einer Projektförderung durch das Niedersächsische Kultusministerium von der zuständigen Deutschen Botschaft keine Einreiseerlaubnis. Die Gründe für die Ablehnung der Visaanträge sind für uns nicht nachvollziehbar.
Die Schüler*innen und Lehrkräfte unserer Schulen waren fassungslos und traurig, insbesondere die Gruppen „Schule ohne Rassismus“, die das Partnerschaftsprojekt vor fast drei Jahren initiiert und seitdem immer breitere Unterstützung innerhalb und außerhalb der Schulen erfahren haben. Natürlich werden wir das Projekt trotz allem fortsetzen und geben unsere Bemühungen nicht auf, in naher Zukunft eine persönliche Begegnung mit den Vertreter*innen aus Kobanê zu erreichen.
Die in diesem Jahr gesammelten Spenden, auch wenn die Spendengelder noch eingeholt und ausgezählt werden müssen, werden uns diesem Ziel hoffentlich einen Schritt näher bringen!

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Schulpartner trotz/en geschlossener Grenze http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/schulpartner-trotzen-geschlossener-grenze/ http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/schulpartner-trotzen-geschlossener-grenze/#comments Thu, 06 Oct 2016 13:32:05 +0000 Administrator Allgemein http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/schulpartner-trotzen-geschlossener-grenze/ Erneut große Solidarität mit Schulen in Kobanê
Offizielle Vereinbarung der Partnerschaft in der Rojava-Vertretung in Berlin
Vertreter von Rojava in Deutschland besucht im November das Oldenburger Projekt

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Nach dem diesjährigen gemeinsamen Spendenlauf der Helene-Lange-Schule und der Oberschule Eversten für den Wiederaufbau der Schulen in Kobanê zeichnet sich ein großer Erfolg ab: bereits jetzt ist der Spendenstand aus dem letzten Jahr fast erreicht, und mehrere schon angekündigte Spendenbeträge stehen noch aus. Mit vermutlich weit mehr als den 18 000 Euro aus dem letzten Jahr wird „Jiyana nû – Solidarität macht Schule“ in diesem Jahr den Aufbau und die Ausstattung der Schulen in Kobanê unterstützen können. Ebenso wie im letzten Jahr soll das Geld so schnell wie möglich vor Ort ankommen, um dort für die aktuellen Vorhaben der Schulverwaltung von Kobanê eingesetzt werden zu können.
Unter anderem deshalb reiste in der vergangenen Woche eine Delegation der HLS und OBSE nach Berlin und übergab dem Vertreter der demokratischen Selbstverwaltung von Rojava in Deutschland, Herrn Sipan Ibrahim, in seinem im Mai 2016 eröffneten Büro die ersten 10 000 Euro des Spendenbetrages.
Beeindruckt von den Schilderungen des Spendenlaufs versicherte Herr Ibrahim, dass er den Kindern und Lehrkräften in Kobanê ausführlich davon berichten werde und bedankte sich in ihrem Namen herzlich für das Engagement.
Das Treffen zwischen den Vertretern der Oldenburger Schulen und Herrn Ibrahim diente aber gleichzeitig einem weiteren Zweck: offiziell sollten nun die seit letztem Jahr geplanten, ersten Schulpartnerschaften zwischen Schulen in der Region Rojava (Nordsyrien)/Kobanê und der BRD/Oldenburg beschlossen werden.
In einem schriftlichen Austausch hatten die Beteiligten eine Partnerschaftsvereinbarung erarbeitet, die Ziele, Grundsätze und Vorhaben der zukünftigen Schulpartnerschaft zwischen der Helene-Lange-Schule Oldenburg und der Schule S. Osman in Kobanê/Stadt sowie zwischen der Oberschule Eversten Oldenburg und der Schule S. Ehmed Yasin in Gire Spi/Kanton Kobanê festlegt.
In einer von Respekt, Toleranz und Verständnis für den Anderen geprägten, vertrauensvollen Zusammenarbeit wollen die Schulen, so die Vereinbarung, mit verschiedenen Korrespondenzformen und Begegnungsmaßnahmen die Lebenswelt des jeweils Anderen kennenlernen und an gemeinsam festgelegten Themen und Projekten arbeiten.
So engagiert die Beteiligten diese Vereinbarung erarbeitet hatten, so ernüchtert mussten sie, wie erwartet, nun das Gespräch über die Möglichkeiten ihrer Umsetzung erleben. Nach wie vor ist die Region der demokratischen Selbstverwaltung von Rojava, und damit auch Kobanê, von Begegnungsmöglichkeiten fast vollständig ausgeschlossen, durch die Schließung der Grenzen, insbesondere seitens der türkischen Regierung, sowie durch die Kriegssituation auf syrischem Gebiet. Mehrfach beschrieb Herr Ibrahim in dem Gespräch, dass die zahlreichen verschiedenen Hilfsangebote für Rojava aus Europa, personelle wie materielle, das Gebiet nicht erreichen können. Dies behindert den Wiederaufbau des vom sog. IS befreiten Gebietes und die Entwicklung einer Zukunftsperspektive für die Menschen extrem, und das, obwohl gerade hier auch zahlreiche Menschen aus den umkämpften Gebieten Zuflucht gefunden haben.
Dennoch, oder gerade deshalb, war man sich einig: das Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt der Oldenburger Schulen soll in Kooperation mit den Vertretern aus Kobanê mit allen jeweils möglichen Maßnahmen weitergeführt werden.
Am 19. November um 14.00 Uhr stellen SchülerInnen und Lehrkräfte der Schulen das Projekt im Rahmen einer Veranstaltung im CineK/Kulturetage vor. Im Anschluss an die Filmdokumentation „Perperik“ zur Situation der Schulen in Kobanê von Nurdane Turkmen berichten sie von den bisherigen Aktivitäten im Projekt und Planungen für die Zukunft. Dabei werden auch die Schulleitungen sowie Herr Sipan Ibrahim, Vertreter der demokratischen Selbstverwaltung von Rojava in Deutschland, anwesend sein, um den noch ausstehenden Betrag aus dem diesjährigen Spendenlauf der OBSE und HLS entgegen zu nehmen und Auskünfte zu Publikumsfragen zu geben.

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2. Spendenlauf für „Jiyana nû“ http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/2-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/ http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/2-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/#comments Thu, 06 Oct 2016 13:24:07 +0000 Administrator Allgemein http://jiyananu.blogsport.de/2016/10/06/2-spendenlauf-fuer-jiyana-nu/ 1300 SchülerInnen starten zum 2. Spendenlauf für Kobanê
Die Oldenburger IGS Helene Lange Schule und Oberschule Eversten veranstalten am 01.09.2016 ihren 2. gemeinsamen Spendenlauf für den Wiederaufbau der Schulen im syrisch-kurdischen Kobanê.
Nach dem erfolgreichen 1. Spendenlauf im Juni 2015 stellten die Schulen den Kontakt zur Schulverwaltung in Kobanê und zu den beiden Schulen „Mishtenur Kobanê“ und Sehid Osman“ her, zu deren Wiederaufbau das Geld aus dem Lauf verwendet wurde.
Sie erfuhren, dass 3000 Kinder in der Stadt bereits wieder zur Schule gehen, bisher aber erst 7 von ehemals 15 Schulen wieder geöffnet werden konnten und es auch dort noch Probleme bei der Ausstattung gibt. Parallel zum Aufbau einer Schulpartnerschaft mit den beiden genannten Schulen setzen die Oldenburger Schulen deshalb das Solidaritätsprojekt fort und hoffen auf einen ebenso großen Erfolg wie im letzten Jahr.
Der Spendenlauf von ca. 1300 Schülerinnen und Schülern findet in diesem Jahr am Antikriegstag, dem 01.09.2016, von 9.00 bis 13.00 Uhr im Stadtwald „Eversten Holz“ statt. Nach einer Eröffnung durch die Schulleitungen der beiden Schulen starten gestaffelt jeweils die Klassen eines Jahrgangs beider Schulen gemeinsam am Eingang des Waldes an der Hauptstraße, beginnend mit den fünften Klassen. Im Vorfeld haben die Schülerinnen und Schüler Spender gesucht, die ihnen für jede gelaufene 700 m – Etappe einen selbst festgelegten Geldbetrag spenden. Organisiert wird der Lauf von den Projektgruppen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und einem KollegInnenteam der beiden Schulen.
Unterstützt wird das Schulprojekt von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, von TV-Moderator Klaas Heufer-Umlauf („Schule ohne Rassismus“– Pate der OBS Eversten) und von mehreren Oldenburger Betrieben und Initiativen.

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„Jiyana nû“ erfolgreiches Projekt http://jiyananu.blogsport.de/2016/06/01/jiyana-nu-als-erfolgreiches-projekt-anerkannt/ http://jiyananu.blogsport.de/2016/06/01/jiyana-nu-als-erfolgreiches-projekt-anerkannt/#comments Wed, 01 Jun 2016 21:42:16 +0000 Administrator Allgemein http://jiyananu.blogsport.de/2016/06/01/jiyana-nu-als-erfolgreiches-projekt-anerkannt/ Im Mai 2016 erhielt „Jiyana nû“ beim Bundeskongress des Demokratischen Gesellschaftszentrums der Kurdinnen in Deutschland NAV-DEM eine Urkunde als Anerkennung für die erfolgreichen Aktivitäten und als Dank für die Arbeit für Rojava. Überreicht wurde die Urkunde durch die beiden Co-Vorsitzenden der Organisation in Köln. Die Vertreterin des Projekts versicherte dessen langfristige Fortsetzung und informierte die Versammlung darüber, dass der 2. Oldenburger Spendenlauf für den 1. September 2016, am Antikriegstag, bereits in Vorbereitung ist.

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Fluchtbewegung, Rojava und „Schule ohne Rassismus“ http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/fluchtbewegung-rojava-und-schule-ohne-rassismus/ http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/fluchtbewegung-rojava-und-schule-ohne-rassismus/#comments Mon, 28 Mar 2016 11:52:01 +0000 Administrator Allgemein http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/fluchtbewegung-rojava-und-schule-ohne-rassismus/ Auszüge aus dem Redebeitrag der Schulen in der Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „back to rojava“
(…)
Wenn sich eine Schule der Initiative SoR anschließt, verpflichtet sie sich, sich aktiv gegen Rassismus und gegen jede Form der Diskriminierung zu engagieren. Das bedeutet, innerhalb der Schulen eine konkrete Antidiskriminierungsarbeit zu organisieren und sich gleichzeitig in entsprechende gesellschaftliche Auseinandersetzungen zum Thema einzubringen. Beides versuchen wir mit verschiedenen kleinen und großen Projekten an unseren Schulen zu tun.


(…)
Das Staatstheater hat sich vor einigen Monaten mit einer Installation in die öffentliche Diskussion zur aktuellen Fluchtbewegung nach Europa eingebracht. Die TheaterbesucherInnen wurden durch eine Grabinstallation und die Gedenktafel mit der Aufschrift „für die Toten an den europäischen Grenzen“ an die Menschen erinnert, die auf der Flucht nach Europa ihr Leben verloren haben – und nach wie vor verlieren.
Viele hatten dabei die Katastrophen der gesunkenen Boote mit Geflüchteten im Mittelmeer vor Augen, und viele sicher auch den Tod des kleinen Jungen aus Kobanê, der tot am Strand gefunden wurde. Die Familie des Jungen war so wie Zehntausende andere Menschen vor den Angriffen des sog. IS aus Kobanê in die Türkei geflohen und war dann auf dem anschließenden Weg nach Europa mit Ausnahme des Vaters ertrunken.
Die Berichte über den Tod des Jungen und seiner Familie haben zeitweise die Berichterstattung in den Medien bestimmt. Sie haben, auch zeitweise, zu einer sehr positiven Haltung zur Aufnahme syrischer Geflüchteter geführt und auch hier in Oldenburg eine große Hilfsbereitschaft ausgelöst.
Im Vergleich dazu war und ist die Solidarität mit denen, die in Kobanê geblieben sind und die nach der Befreiung vom sog. IS wieder zurückgekehrt sind, um mit einem großem Engagement die Stadt und die umliegende Selbstverwaltungsregion Rojava neu aufzubauen, gering.
Abgesehen von wenigen Ausnahmen gibt es so gut wie keine Medien-Berichterstattung über den demokratischen gesellschaftlichen Aufbau, den es im syrisch-kurdischen Rojava gibt, und über die großen Schwierigkeiten, mit denen dieser Aufbau zu kämpfen hat. Es gibt in den Medien keine großen Spendenaufrufe zur Unterstützung, keinen ernsthaften Protest gegen die Blockade und die Bedrohung dieses Aufbaus. Und das, obwohl doch gerade hier ein Ort wäre, um wieder neue Lebensperspektiven für Geflüchtete zu schaffen und damit auch Fluchtursachen zu vermindern.
Dieses Schweigen der Medien hat natürlich einen Grund: Die deutsche und europäische Politik setzen, um ihre sog. Flüchtlingsfrage zu lösen, v.a. auf einen Handel mit der türkischen Regierung, die aber, wie wir inzwischen immer deutlicher berichtet bekommen, einen Aufbau demokratischer Strukturen im angrenzenden Syrien genauso wie im eigenen Land, mit allen Mitteln zu verhindern versucht.
Als Initiativen „Schule ohne Rassismus“ müssen und wollen wir uns von solchem politischen Kalkül der jeweiligen Regierungen unabhängig machen.
Die Hilfsorganisation „medico international“ unterstützt den Aufbau in der Selbstverwaltungsregion Rojava im Norden Syriens schon seit seinem Beginn im Zusammenhang mit dem sog. Arabischen Frühling 2012. Im Begleitheft zu der Fotoausstellung, die wir hier im Theater zeigen, schreibt sie dazu:
„Wir stellen uns an die Seite von Kobanê, weil sich dort die Möglichkeit eines demokratischen Gemeinwesens jenseits von radikalreligiöser Gewalt und nationalistisch-korruptem Autoritarismus abzeichnet: einem Gemeinwesen, das neue und inklusivere Formen der Demokratie erprobt, ein Demokratiemodell, das beginnt, von den existierenden Minderheiten und ihren Differenzen her zu denken – jenseits der Herrschaft einer Mehrheit.“
Unsere Gruppen SoR wollen auch deshalb das Kobanê-Projekt „Jiyana nu“ fortsetzen und es weiter verbreitern. Entwickelt hat es sich aus dem Entsetzen über die Angriffe des sog. Islamischen Staats im Herbst 2014. Inzwischen ist für uns immer deutlicher geworden, dass wir mit dem Projekt nicht nur im Protest, sondern auch in der positiven Ausrichtung auf der richtigen Seite sind.
Das demokratische Projekt Rojava gibt den Menschen, die dort leben und denjenigen, die zurückkehren möchten, ein Perspektive, die auch den Grundgedanken der Initiative „Schule ohne Rassismus“ entspricht: Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung von Frauen und Männern und von Menschen verschiedener kultureller und religiöser Bevölkerungsgruppen.
Wenn wir, so wie wir es vor haben, eine Schulpartnerschaft mit den Schulen in Kobanê anfangen, werden wir dadurch sicher noch eine ganze Menge lernen können.
Mit der Ausstellung „back to rojava“ wollen wir Öffentlichkeit für Rojava herstellen und wir würden uns über eine Unterstützung unseres Schulprojekts „Jiyana nû – neues Leben“ für den Wiederaufbau in Kobanê sehr freuen.
(…)

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Ausstellungseröffnung „back to rojava“ http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/ausstellungseroeffnung-back-to-rojava/ http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/ausstellungseroeffnung-back-to-rojava/#comments Mon, 28 Mar 2016 11:21:55 +0000 Administrator Allgemein http://jiyananu.blogsport.de/2016/03/28/ausstellungseroeffnung-back-to-rojava/ Mit zahlreichen Gästen wurde am Freitag, 11.März 2016 die Ausstellung „Back to Rojava“ im Staatstheater Oldenburg eröffnet.
Organisiert wurde die Ausstellung von den Projektgruppen „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ der OBS Eversten und der Helene – Lange Schule.

Die ausgestellten großformatigen Bilder von Mark Mühlhaus (Fotografen-Kollektiv „Attenzione“) zeigen die derzeitige Situation der Menschen in der Region Rojava (kurdisch: Westen) und geben Einblicke in den Alltag in den zerstörten Gebieten, die schwierige Versorgungslage und in die Trauer der Bevölkerung.

Trotz alledem sind bis Anfang 2016 zwei Drittel der Bevölkerung wieder nach Kobanê zurückgekehrt, um ihre Stadt wieder aufzubauen. Dabei leisten vor allem Frauen einen erheblichen Beitrag, wie Meike Nack von der Stiftung „Freier Frauen in Rojava“ berichtet. Sie bestimmen mit beim Aufbau der demokratisch organisierten Selbstverwaltung, in der die Gleichberechtigung der verschiedenen Religions- und Volksgruppen sowie von Frauen und Männern programmatisch festgelegt sind.
Mit ihrem Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt „Jiyana nû – Neues Leben“, wollen die OBS Eversten und die HLS diesen Wiederaufbau weiter unterstützen.
Dank der freundlichen Unterstützung des Staatstheaters Oldenburg und der Bibliothek der Carl – von – Ossietzky Universität Oldenburg konnte die Ausstellung bis zum 23. März im Foyer der Staatstheaters besucht werden.
Auszüge aus dem Redebeitrag der Schulen:

Siehe auch: Lokalpresse: Wo die Hoffnung wieder zuhause ist

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